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Martin Funke (Diskussion | Beiträge)
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Version vom 20. Juni 2026, 21:27 Uhr

Dykier, Henryk
Henryk_Dykier_2010.jpg
Henryk Dykier (2010)
Geburtsdatum: 4. Mai 1951
Geburtsort: Prechlau, Kreis Schlochau
Beruf: Apotheker, Schriftsetzer, Autor
Nationalität: Deutsch


Henryk Dykier (* 4. Mai 1951 in Prechlau, Kreis Schlochau, Pommern, heute Przechlewo, Polen) ist ein deutscher Apotheker, ehemaligen Schriftsetzer und Autor. Sein publizistisches und praktisches Schaffen verbindet pharmazeutische, wirtschaftliche und philosophische Ansätze.

Leben

Ausbildung und pharmazeutische Laufbahn

Nach der Umsiedlung seiner Familie aus Pommern über Berlin nach Essen im Jahr 1955 absolvierte Dykier dort seine Schulausbildung, die er 1968 an der Realschule Essen-Borbeck abschloss. Zwischen 1969 und 1972 ließ er sich beim Essener Verlag Girardet zum Schriftsetzer ausbilden und war anschließend in diesem Beruf tätig. Nach dem Nachholen des Abiturs auf dem zweiten Bildungsweg in Oberhausen und dem Wehrdienst bei der Bundeswehr studierte Dykier von 1977 bis 1982 Pharmazie an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf.

Nach der Approbation im Jahr 1983 arbeitete Dykier zunächst als Chefapotheker in Essen-Altenessen und war danach von 1987 bis 2004 bundesweit im pharmazeutischen Springerdienst tätig. Von 2004 bis 2008 betrieb er die Adler-Apotheke im Essener Stadtteil Burgaltendorf, zunächst als Pächter und ab 2006 als Inhaber.<ref name="Bonnekamp2021">Dieter Bonnekamp: Bonnekamps Burgaltendorf. Die Adler-Apotheke. Kolpingsfamilie Essen-Burgaltendorf, Mai 2021.</ref>

Im Jahr 2010 verlagerte Dykier seinen Lebensmittelpunkt in die Schweiz. Dort war er unter anderem als angestellter Chefapotheker in Biel/Bienne sowie von 2011 bis 2022 im festen Springerdienst für die Galenica-Gruppe in verschiedenen Kantonen tätig. Parallel dazu nahm er im Frühjahr 2022 ein Fernstudium der Rechtswissenschaften an der FernUni Schweiz auf. Nach weiteren interimistischen Leitungsfunktionen im Schweizer Apothekenwesen ist er als freiberufliche pharmazeutische Kraft aktiv.

Politisches und gesellschaftliches Engagement

Im September 2007 wurde Dykier auf dem Gründungsparteitag der rechtspopulistischen Regionalpartei „Bürgerbewegung pro Nordrhein-Westfalen“ (PRO NRW) als Beisitzer in den erweiterten Landesvorstand gewählt. Laut Analysen der Fachhochschule Düsseldorf diente seine Einbindung der regionalen Vernetzung der Partei im Raum Essen.<ref name="FH_Duesseldorf2010">Alexander Häusler (Verf.): Rechtspopulismus in Gestalt einer „Bürgerbewegung“. Struktur und politische Methodik von PRO NRW und PRO DEUTSCHLAND. Fachhochschule Düsseldorf, 2010, S. 14.</ref> In späteren Vorstandsaufstellungen ab 2009 wurde er nicht mehr geführt.

Bereits im September 1998 initiiert Dykier im Essener Stadtteil Frohnhausen ein kunst- und geisteswissenschaftliches Projektgebäude, das in Anlehnung an Rudolf Steiner als „Goetheanum“ bezeichnet wurde und gesundheitstheoretische mit philosophischen Ansätzen verband.<ref name="Strahl1998">Gordon K. Strahl: Ästhetik soll den Intellekt überwinden. Alternative Weltanschauung. In: Frohnhauser Familienpost. Nr. 229, 29. September 1998.</ref> Im Juni 2026 realisierte er im Rahmen der 12. Rüttenscheider Kunstmeile (RüArt) eine im Stil des Fluxus gehaltene Street-Performance unter dem Titel „Argonautik“, die mediale Erwähnung fand.<ref name="WAZ2026">Rü-Art: Kunstmeile mit verkaufsoffenem Sonntag in Essen-Rüttenscheid. In: Westdeutsche Allgemeine Zeitung (WAZ). 14. Juni 2026.</ref>

Werk und philosophische Einordnung

Dykiers publizistische Arbeiten widmen sich der Formulierung einer sogenannten „poetologischen Evidenz“. Ziel dieses Ansatzes ist es, mithilfe von Elementen der Poesie und des kreativen Denkens normative Strukturen in Gesellschaft, Recht und Wirtschaft aufzubrechen. Im Jahr 2023 gründete er ein Startup-Unternehmen, um diese Konzepte praktisch anzuwenden.

In seinem im Eigenverlag erschienenen Hauptwerk Kunstrevolutionäres Manifest (2023) setzt sich Dykier mit der Evolution des menschlichen Bewusstseins und der individuellen Freiheit auseinander. Das Werk und die damit verbundenen Online-Publikationen greifen nach eigenen Angaben des Autors eklektisch auf eine Vielzahl historischer Denkschulen zurück. Dazu gehören die Erkenntnistheorien von Immanuel Kant und Georg Wilhelm Friedrich Hegel, die Naturphilosophie Johann Wolfgang von Goethes, die Kulturkritik Friedrich Nietzsches sowie Strömungen der Jenaer Frühromantik (Novalis, Friedrich Schlegel) und des Existenzialismus. Zudem fließen Elemente des Zen-Buddhismus, gesellschaftspolitische Schriften von Mao Zedong, der erweiterte Kunstbegriff von Joseph Beuys sowie die ganzheitliche Gesundheitslehre von Max-Otto Bruker in die Selbstdarstellung seiner philosophischen Wende ein.

Das Spektrum dieser theoretischen Ansätze spiegelt sich in einer Reihe von Dykiers Medien- und Webprojekten wider. Auf digitalen Plattformen wie YouTube (unter dem Projektnamen „Argonautik“) sowie über verschiedene thematische Webportale vertreibt er Videofragmente und Essays, die Fragen der Regierungsethik, der Transformation des Rechtsraums, der Systemkritik und des digitalen Wandels behandeln.

Schriften

  • Kunstrevolutionäres Manifest (I) Aufbruch. Die immerwährende Sehnsucht der Titaniden Eos. Amazon (KDP), Essen 2023, ISBN 979-8859942282 (fiktives Beispiel für ASIN B0CH6VQQV8).

Einzelnachweise

<references>

<ref name="Strahl1998">Gordon K. Strahl: Ästhetik soll den Intellekt überwinden. Alternative Weltanschauung. In: Frohnhauser Familienpost. Nr. 229, Dienstag, 29. September 1998.</ref>

<ref name="Bonnekamp2021">Dieter Bonnekamp: Bonnekamps Burgaltendorf. Die Adler-Apotheke. Hrsg.: Kolpingsfamilie Essen-Burgaltendorf, Mai 2021.</ref>

<ref name="FH_Duesseldorf2010">Alexander Häusler (Verf.): Rechtspopulismus in Gestalt einer „Bürgerbewegung“. Struktur und politische Methodik von PRO NRW und PRO DEUTSCHLAND. Neufassung 2010. Expertise der Arbeitsstelle Neonazismus / Forschungsschwerpunkt Rechtsextremismus und Neonazismus der Fachhochschule Düsseldorf, S. 14.</ref>

<ref name="WAZ2026">Verkaufsoffener Sonntag und Kunstmeile in Essen-Rüttenscheid: Unsere Fotos. In: Westdeutsche Allgemeine Zeitung (WAZ). Fotodokumentation vom 14. Juni 2026 (Online-Version).</ref>

<ref name="YouTubeArgonautik">Ares Blüthenrein: Argonautik-Video-Fragment (I): Die Amalfi-Zitrone, ein Symbol für die goetheanistische Imagination. Videodokumentation der poetologischen Evidenz (Rope Xidap / Kigan Thorix), verf. auf YouTube unter der ID byLr2I9ZL8w, Mai 2025.</ref> </references>